Pilotprojekt steuert Startbahn an – Auszeichnung mit Green Club Label in Aussicht
Zukunftsfähigkeit ist mehr als Energieeffizienz! Acht soziokulturelle Zentren aus Nordrhein-Westfalen (ZAKK Düsseldorf, Lindenbrauerei Unna, Alarmtheater Bielefeld, Kulturzentrum Lichtburg Wetter) und Hessen (Schlachthof Wiesbaden, Kulturzentrum Kreuz Fulda, Bessunger Knabenschule Darmstadt, Hafen 2 Offenbach) haben Interesse bekundet, erste Schritte einer zukunftsfähigen Ausrichtung einzuleiten, zunächst durch eine genauere Betrachtung des derzeitigen Ressourcenbedarfs und Verbrauchs. Bestandteil des Pilotprojektes ist darüber hinaus aber auch ein zukunftsweisender Austausch über Modelle nachhaltiger Organisationsentwicklung.
Der vorgesehene Projektverlauf gliedert sich in 3 Phasen. Der Landesverband LAG Soziokultur NW wird bis Anfang März 2016, die LAKS Hessen bis Anfang April 2016 eine Entscheidung getroffen haben, ob Sie das Vorhaben für förderwürdig erachten. Eine Umsetzung ist von diesen Rückmeldungen abhängig, da das Pilotprojekt leider nicht vom Fonds Soziokultur und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird. Zur Deckung der Projektkosten ist ein Eigenmittelanteil der Zentren von 1.500 Euro je Zentrum kalkuliert.

Zeitversetzter Start in NRW und Hessen
In Phase 1 (Zeitraum März – September 2016) soll auf der Grundlage eines Erhebungsbogens und einer im Zentrum durchgeführten Energieberatung für jede Einrichtung ein Energiereport erstellt werden, der sowohl Hinweise auf die energetischen Optimierungsmöglichkeiten als auch Vorschläge für konkrete Energieeffizienz-Maßnahmen zur dauerhaften Senkung der Energiekosten beinhaltet.
In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Durchführung der Energieberatung durch Fachberater der EnergieAgenturNRW. Ein Projektstart wäre Anfang März 2016 möglich, eine Förderzusage der LAG Soziokultur NW vorausgesetzt.
In Hessen stehen noch Rückmeldungen über die Förderfähigkeit von energietechnischen Beratungen für Vereine aus. Ein Projektstart in Hessen wäre, auch vor dem Hintergrund eines Förderentscheids der LAKS Hessen, demnach frühestens Mitte April 2016 möglich. Walter Spruck (Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus Florstadt) wird Phase 1 fachkundig koordinieren.
Gemeinsames Ziel ist, die Durchführung aller acht Energieinitialberatungen bis zu den Sommerferien (08. Juli 2016 in NRW / 18.07.2016 in Hessen) abgeschlossen zu haben. Die Teilnehmer des Pilotprojektes aus NRW haben Aussicht auf eine Auszeichnung mit dem „Green Club Label“ – der im festlichen Rahmen der c/o Pop in Köln am Sa, 27.08.2016 verliehen wird. Walter Spruck steht in Verhandlungen mit den verantwortlichen Ansprechpartnern, dass diese Anerkennung auch den Hessener Zentren möglich wird.
Erste Zwischenergebnisse des Pilotprojekts werden dann im Rahmen einer Fachtagung „Nachhaltigkeit in Kulturbetrieben – (k)ein Thema?!“ der EnergieAgenturNRW am Fr, 16.09.2016 vorgestellt. Die Tagung findet in dem Veranstaltungszentrum der Stadtsparkasse Wetter /Ruhr, Kaiserstr. 78 in 58300 Wetter (Ruhr) in der Zeit von 10.00 – 16.00 Uhr statt. Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) hat seine Teilnahme bereits zugesagt. Im Rahmen der Fachtagung wird die EnergieAgenturNRW auch das Energieeffizienz-Label Green Club Index1 [www.greenclubindex.de] vorstellen. Konkrete Beispiele aus der Praxis runden das Tagungsprogramm ab, so stellt z.B. der Kulturmanager Ulrich Korfluer das vom Städtenetzwerk NRW prämierte Nachhaltigkeitskonzept des AllerWeltHaus Hagen [www.allerwelthaus.org] vor. Die Fachtagung richtet sich an Geschäftsführer und Mitarbeiter von Kulturbetrieben sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Im Rahmen der Tagung wird es auch Raum und Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch der Projektteilnehmer „Zukunftsfähigkeit gestalten!“ geben.

Phase 2 (Zeitraum Oktober 2016 – März 2017) lädt die Projektteilnehmer zu einem zweitägigen Zukunfts- und Visionsworkshop (Terminoptionen: Mo, 6.3.2017 – Di, 07.3.2017 oder Mo, 13.3.2017 – Di, 14.3.2017) in den Schlachthof nach Wiesbaden ein. Schlachthof-Geschäftsführer Gerhard Schulz, Walter Spruck und Christian Müller- Espey bereiten den Workshop gemeinsam vor. Unter fachkundiger Anleitung (voraussichtlich von Fırat Kevenoğlu2) sollen zunächst Methoden und Modelle einer nachhaltigen Ausrichtung soziokultureller Betriebe vorgestellt werden. Zukunftsbilder der Zentren werden visualisiert, in Leitbildern formuliert und in ersten Maßnahmen gemeinsam konkretisiert – mit dem besonderen Augenmerk auf eine nachhaltige Tragfähigkeit.

In Phase 3 (April 2017 – September 2017) werden die Ergebnisse des Pilotprojektes dann im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojektes von Christian Müller-Espey, Doktorand von Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim) in einer Nachhaltigkeitsstrategie (Strategie N) zusammengeführt. Zielsetzung ist, 10 einrichtungsübergreifende Kriterien nachhaltiger Entwicklung für soziokulturelle Zentren herauszufiltern: praxistauglich, messbar, an Beispielen bebildert, wissenschaftlich fundiert und vielfach übertragbar. Die Veröffentlichung der Ergebnisse soll soziokulturellen Akteuren und kulturpolitischen Entscheidungsträgern Orientierungspunkte und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ausrichtung soziokultureller Zentren zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner ist das Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus gemeinsam mit

Christian Müller-Espey
Geschäftsführer Kulturzentrum Lichtburg e.V., 58300 Wetter/Ruhr und Doktorand von Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim Servicebüro Lichtburg, Musikschule, Stadtsaal
Kaiserstr. 94, 58300 Wetter (Ruhr) Tel: 02335 913667
Fax: 02335 913669
Mobil: 0178 – 89 13 667
christian@lichtburg-wetter.de
www.lichtburg-wetter.de

 

Phase 1 (März– September 2016)
Vorläufige Termine und Zeitvorlaufplanung im Überblick
Information für die vier teilnehmenden soziokulturellen Zentren aus NRW

  • Bis Fr. 25.03.2016
    Zur Vorbereitung: Erhebungsbogen Teil 1
    Der Erhebungsbogen ist von den Zentren nach bestem Wissen auszufüllen und an den Energieberater Christian Dahm (E-Mail: dahm@energieagentur.nrw) zurückzuschicken. Wenn einzelne Punkte nicht bekannt sind ist das nicht tragisch, aber die Grunddaten (Größe, Baujahr, Nutzung, Verbräuche, Kosten, Wärmeerzeuger) sollten schon zusammengestellt werden.
    Zielvorgabe: Einreichen des Erhebungsbogens bis vor Ostern (Fr, 25.03.2016)
  • Zeitraum 8.4. – 09.05.2016
    Erhebungsbogen Nachhaltige Entwicklung Teil 2
    Teil 2 des Erhebungsbogens erhalten die Zentren nach den Osterferien (bis zum 8.4.2016). Der Fragebogen ist bitte innerhalb eines Monats (bis Mo, 09.05.2016) von den Zentren auszufüllen und zurückzusenden. Erfasst werden in dieser Erhebung weitere Handlungsfelder nachhaltiger Entwicklung (z.B. Beschaffung, strategische Ausrichtung, Angebote & Zielgruppen, Ressourcen)
  • Zeitraum 15.05. – 08.07.2016
    Energieberatung in den Zentren vor Ort (Initialberatung)
    Der Terminvorlauf bei der EnergieAgentur.NRW beträgt aktuell acht Wochen. Zielplanung ist, die Beratungen in den vier Zentren aus NRW bis zum Beginn der Sommerferien (08.07.2016) durchgeführt zu haben. Die Energieberatung erfüllt die Standards der kfW-Energieberatung und beinhaltet die Ausstellung eines Beratungsberichtes sowie die Ausarbeitung eines Maßnahmenplans.
  • Sa, 27.08.2016 Verleihung des Green Club Label: die teilnehmenden Zentren des Projekts „Zukunftsfähigkeit gestalten“ haben Aussicht auf eine Auszeichnung mit dem „Green Club Label“ – diese erfolgt im festlichen Rahmen der c/o pop in Köln
  • Fr,16.09.2016 NachhaltigkeitinKulturbetrieben-(k)einThema?!
    Die EnergieAgenturNRW und das Kulturzentrum Lichtburg e.V. laden am Fr, 16.09.2016 von 10-16 Uhr zu einer Fachtagung in das Veranstaltungszentrum der Stadtsparkasse Wetter /Ruhr. Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) hat seine Teilnahme an der Fachtagung bereits zugesagt, wo auch erste Ergebnisse der Initiativberatung und Pilotstudie „Zukunftsfähigkeit gestalten“ präsentiert und Best Practice Beispiele aus der Kultur für nachhaltige Entwicklungsschritte vorgestellt werden.